DiagnostikDepression

DIKJ: Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche

Stiensmeier-Pelster et al. · 2014

DIKJ: Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche ist ein diagnostisches Verfahren im Bereich „Depression“ von Stiensmeier-Pelster et al. (2014). Es richtet sich an die Zielgruppe 8-16 und wird aus der Perspektive Schüler*in eingesetzt.

Zielgruppe

8-16

Zeitaufwand

10-15

Beobachter / Perspektive

Schüler*in

Kompetenzen / Skalen

Anhedonie, sozialer Rückzug, somatische Störungen

Beschreibung

  • Etabliertes Verfahren zur Erfassung der Schwere einer depressiven Symptomatik bei Kindern/Jugendlichen
  • Erfasst alle wesentlichen Symptome nach DSM-5 sowie Begleiterscheinungen, kindgerecht
  • Sensibel für Veränderungen im Schweregrad

Durchführung

Reliabilität

.92

Validität

  • Konstruktvalidität: Items an DSM-Kriterien angelehnt
  • Konvergente/diskriminante Validität: engere Korrelation mit konstruktnahen (z. B. Selbstwert) als mit konstruktfernen Skalen (z. B. Fähigkeitsselbstkonzept, Motivation)
  • Gute Kriteriumsvalidität: trennt gut zwischen depressiven und nicht depressiven Patienten

Normen

  • Normen aus Stichprobe von N = 3.395 Schüler/innen (8–16 Jahre)
  • Annähernd repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Schulform
  • Prozentrang- und T-Werte

Bearbeitungsdauer (Katalog)

Der Einsatz des DIKJ ist ökonomisch hinsichtlich Durchführung und Auswertung. Die Bearbeitungsdauer beträgt 10 bis 15 Minuten; die Auswertung beansprucht knapp 5 Minuten.

Katalogstatus

In 3., überarbeiteter und neu normierter Auflage seit 2014 lieferbar.

Einsatzbereich (Katalog)

  • Kinder/Jugendliche aller Schulformen, 8–16 Jahre, bei Verdacht auf depressive Symptomatik
  • Einsatz in klinischer und pädagogisch-psychologischer Praxis sowie Forschung
  • Als Einzel- und Gruppentest durchführbar