MBK 1+
Ennemoser et al. · 2017
MBK 1+ ist ein diagnostisches Verfahren im Bereich „Mathematik“ von Ennemoser et al. (2017). Es richtet sich an die Zielgruppe Klasse 1 und ältere Kinder mit Rechenschwierigkeiten.
Zielgruppe
Klasse 1 und ältere Kinder mit Rechenschwierigkeiten
Zeitaufwand
max. 45
Beobachter / Perspektive
—
Kompetenzen / Skalen
Mathematische Basiskompetenzen, Zahl-Größen-Verknüpfung
Beschreibung
- Gruppentest zur Erfassung mathematischer Basiskompetenzen als Voraussetzung für späteren Mathematikerfolg
- Grundlage: entwicklungspsychologisches Modell der Zahl-Größen-Verknüpfung
- Ökonomische Früherkennung von Entwicklungsrisiken über die gesamte erste Klassenstufe
Durchführung
Gruppentest, Paper-Pencil-Verfahren, Kurz- und Langversion verfügbar, Dauer: max. 45 min
Reliabilität
Wiederholungsmessungen ergaben eine Retest-Reliabilität zwischen.67 und.77. Konsistenzschätzungen (Cronbachs α) für die Kurz- und Langversion bewegen sich zwischen.83 und.94.
Validität
- Korrelationen mit der Mathematiknote: -.53 bis -.62
- Prognostische Validität (standardisierte Mathematiktests Anfang/Ende 2. Klasse): .71–.74
- Strukturgleichungsmodelle belegen prognostischen Wert bis Ende 4. Klasse (β = .65)
- Korrelationen mit Lese-Rechtschreibtests erwartungsgemäß niedriger
Normen
- Normstichprobe: 6.086 Kinder aus 14 Bundesländern
- Prozentränge und T-Werte für Kurz- und Langform; separate Normtabellen für drei Kompetenzebenen
- Separate Normtabellen je Quartal des 1. Schuljahres
- Normwerteprogramm (CD-ROM) für exakten Normwert am Testtag
Bearbeitungsdauer (Katalog)
Die reine Testzeit beträgt 12 Minuten für die Kurz- und 21 Minuten für die Langversion. Die Durchführung der Kurzversion ist in der Regel problemlos innerhalb einer Schulstunde zu bewältigen. Im ersten Schulhalbjahr ist für die Langversion ca. eine Zeitstunde erforderlich. Ab der zweiten Schuljahreshälfte ist die Langversion in einer Schulstunde durchführbar.
Katalogstatus
In Anwendung seit 2017.
Einsatzbereich (Katalog)
Im gesamten Verlauf der 1. Klasse ab 6 Wochen nach Schuleintritt; ältere Kinder mit Rechenschwierigkeiten oder sonderpädagogischem Förderbedarf.