EAQ: Emotion Awareness Questionnaire – deutsche Fassung (EAQ-30)
Carolien Rieffe et al. (Original); deutsche Fassung: Jana-Elisa Rüth, Arnold Lohaus & Marc Vierhaus · 2019
EAQ: Emotion Awareness Questionnaire – deutsche Fassung (EAQ-30) ist ein diagnostisches Verfahren im Bereich „Emotionales und soziales Verhalten“ von Carolien Rieffe et al. (Original); deutsche Fassung: Jana-Elisa Rüth, Arnold Lohaus & Marc Vierhaus (2019). Es richtet sich an die Zielgruppe Kinder und Jugendliche; Original für etwa 9–16 Jahre, deutsche Daten von 10- bis 18-Jährigen und wird aus der Perspektive Schüler*in eingesetzt.
Zielgruppe
Kinder und Jugendliche; Original für etwa 9–16 Jahre, deutsche Daten von 10- bis 18-Jährigen
Zeitaufwand
Nicht angegeben
Beobachter / Perspektive
Schüler*in
Kompetenzen / Skalen
Differenzieren von Emotionen, Verbales Teilen von Emotionen, Nicht Verstecken von Emotionen, Körperliche Unbewusstheit, Aufmerksamkeit für die Emotionen anderer, Analyse eigener Emotionen
Beschreibung
Selbstbericht mit 30 Items zur emotionalen Bewusstheit: ob Kinder und Jugendliche ihre Gefühle unterscheiden, körperlich wahrnehmen, mitteilen und verstehen wollen und ob sie auf die Gefühle anderer achten. Deutscher Bogen „Wie ich mich fühle“ zur revidierten Fassung EAQ-30 (Rieffe et al., 2008; Erstfassung 2007). Im EAQ-30 ersetzt „Nicht Verstecken“ die frühere Skala „Ausagieren“.
Durchführung
Drei Antwortstufen: stimmt nicht (1), stimmt manchmal (2), stimmt oft (3). Items 1–4, 7–11, 13, 15, 19–22, 24–26, 29 und 30 mit 4−x umpolen; Skalenwerte als Mittelwert bilden:
- Differenzieren: 1R, 7R, 13R, 19R, 24R, 29R, 30R
- Verbales Teilen: 2R, 8R, 14
- Nicht Verstecken: 3R, 9R, 15R, 20R, 25R
- Körperliche Unbewusstheit: 4R, 10R, 16, 21R, 26R
- Aufmerksamkeit für andere: 5, 11R, 17, 22R, 27
- Analyse eigener Emotionen: 6, 12, 18, 23, 28
Hohe Werte bedeuten mehr Bewusstheit, außer bei Körperlicher Unbewusstheit (hoch = weniger körperliche Wahrnehmung von Gefühlen). Kein Gesamtwert. Quellenhinweis: Der Auswertungsschlüssel auf dem Bogen nennt die Skala „Bodily awareness“, die Kodierung ergibt aber Unbewusstheit, wie bei Rüth et al. (2019).
Reliabilität
Deutsche Validierung (N = 1018, 11–18 Jahre, M = 13,1): Cronbachs α = .74–.81 für die sechs Subskalen. Längsschnitt (N = 1065, 10–15 Jahre, drei Messzeitpunkte): α = .66–.80 für Differenzieren, Körperliche Unbewusstheit, Analyse und Aufmerksamkeit für andere.
Validität
Die konfirmatorische Faktorenanalyse bestätigt die sechsfaktorielle Struktur der deutschen Fassung. Höhere Bewusstheit hängt überwiegend mit funktionalerer und weniger dysfunktionaler Emotionsregulation, mehr prosozialem Verhalten und weniger internalisierenden und externalisierenden Problemen zusammen; Verbales Teilen zeigte keine signifikanten Zusammenhänge mit der psychosozialen Anpassung. Jungen erzielten höhere Werte bei Differenzieren und Körperlicher Unbewusstheit, Mädchen bei Nicht Verstecken und Aufmerksamkeit für andere. Original: Zusammenhänge mit somatischen Beschwerden, sozialer Angst, Depression und Grübeln (Rieffe et al., 2008).
Normen
Keine Normen und keine Cut-off-Werte. Laut Entwickler*innen ist der Fragebogen ein Forschungsinstrument für Gruppenvergleiche und Zusammenhangsanalysen, nicht zum Screening und nicht zur Interpretation individueller Werte geeignet. Mittelwerte und Standardabweichungen der deutschen Stichprobe bei Rüth et al. (2019).
Lizenz / Nutzung
Kostenloser PDF-Download; keine Creative-Commons-Lizenz angegeben (© Carolien Rieffe, Universität Leiden). Laut FAQ der Entwickler*innen ist die Nutzung erlaubt; erbeten werden eine kurze Mitteilung an das Team und das Teilen der Ergebnisse.
Bearbeitungsdauer (Katalog)
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Katalogstatus
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Einsatzbereich (Katalog)
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