VerlaufsdiagnostikEmotionales und soziales Verhalten

DBR: Direkte Verhaltensbeurteilung (ITRF-basiert)

DBR: Direkte Verhaltensbeurteilung (ITRF-basiert) ist ein Verfahren der Verlaufsdiagnostik im Bereich „Emotionales und soziales Verhalten“. Sprache des Instruments: Deutsch. Im systematischen Review von Nitz et al. (2026, im Druck) wurden dazu 2 Studien aus den Jahren 2015 bis 2017 psychometrisch ausgewertet.

Zielgruppe (Klassenstufen in den Studien)

Primarstufe, Sekundarstufe I

Sprache des Instruments

Deutsch

Modalität

digital, Papier mit digitaler Auswertung

Länder der Studien

Deutschland

Perspektive

Lehrkraft

Messzeitpunkte in den Studien

max. 8, Median 4,5

Studien mit eigener Auswertung für Förderbedarf

1 von 2 Studien

Beschreibung

Direkte Verhaltensbeurteilung (Direct Behavior Rating) auf Basis von Items des Integrated Teacher Report Form (ITRF) zur wiederholten Einschätzung des Lern- und Arbeitsverhaltens bzw. externalisierender Verhaltensprobleme durch Lehrkräfte.

Evidenzprofil

Zusammengefasst über 2 Studien: je Bereich der stärkste berichtete Kennwert und die Zahl der Studien mit Befund.

Reliabilität

stark (≥ .80)

2 von 2 Studien mit Befund, davon 1 stark · bis zu 1 von 4 Facetten

Interne Konsistenz, Retest, Paralleltest, Interrater

Validität

–

nicht berichtet

0 von 2 Studien mit Befund

Inhalt, Konstrukt, Kriterium, konvergent/diskriminant

Veränderungssensitivität

–

nicht berichtet

0 von 2 Studien mit Befund

Wachstumssensitivität, Slope-Reliabilität

Klassifikationsgüte

–

nicht berichtet

0 von 2 Studien mit Befund

Sensitivität, Spezifität, PPV, NPV, AUC/ROC

Sterne zeigen je Bereich den stärksten berichteten Kennwert: ≥ .80 · .60–.79 · < .60 · ✓ berichtet ohne Kennwert · – nicht berichtet. Sie beschreiben die Stärke der Befunde, nicht die methodische Qualität der Studien.

Quelle: Nitz, J., Schubert, E., Müller, S. & Hennemann, T. (2026, im Druck). Psychometric properties of digital progress monitoring in special education: a COSMIN-guided systematic review. Frontiers in Education, 11, 1936281. doi:10.3389/feduc.2026.1936281 · Protokoll und Daten (OSF) ↗

Validierungsstudien

StudieReliabilitätValiditätVeränderungssensitivitätKlassifikationsgüteInstrument laut StudieNKlassenstufeStichprobeMesszeit­punkteZeitraumDesignModalität
Casale et al. (2015)1/4–0/4–0/2–0/5DBR (ITRF-based)10Primar- und Sekundarstufe IEmotionale und soziale Entwicklung (SEBD)1einmalige BeobachtungValidierungdigital
Casale et al. (2017)1/4–0/4–0/2–0/5DBR5—Emotionale und soziale Entwicklung (SEBD)Förderbedarf separat ausgewertet84 aufeinanderfolgende SchultageValidierungPapier mit digitaler Auswertung

Je Bereich: Stärke des stärksten Kennwerts und Zahl der berichteten Facetten (z. B. 2/4). Angaben zu Klassenstufe, Stichprobe und Design wie im Review kodiert; „—“ = in der Studie nicht berichtet.

Literaturangaben (2)
  1. Casale, G., Hennemann, T., Volpe, R. J., Briesch, A. M., and Grosche, M. (2015). Generalisierbarkeit und Zuverlässigkeit von Direkten Verhaltensbeurteilungen des Lern- und Arbeitsverhaltens in einer inklusiven Grundschulklasse. Empir. Sonderpädagogik 7 (3), 258–268. doi:10.25656/01:11386
  2. Casale, G., Grosche, M., Volpe, R. J., and Hennemann, T. (2017). Zuverlässigkeit von Verhaltensverlaufsdiagnostik über Rater und Messzeitpunkte bei Schülern mit externalisierenden Verhaltensproblemen. Empir. Sonderpädagogik. 9 (2), 143–164. doi:10.25656/01:15010