EKF: Emotionale-Kompetenz-Fragebogen (Forschungs-Kurzversion 10-13)
Rindermann · 2009
EKF: Emotionale-Kompetenz-Fragebogen (Forschungs-Kurzversion 10-13) ist ein diagnostisches Verfahren im Bereich „Emotionales und soziales Verhalten“ von Rindermann (2009). Es richtet sich an die Zielgruppe 10-13 und wird aus der Perspektive Schüler*in eingesetzt.
Zielgruppe
10-13
Zeitaufwand
10-20
Beobachter / Perspektive
Schüler*in
Kompetenzen / Skalen
Erkennen eigener Emotionen, Erkennen von Emotionen bei anderen, Regulation und Kontrolle eigener Gefühle, Emotionale Expressivität, Regulation und Umgang mit Gefühlen bei anderen, Einstellungen zu Emotionen
Beschreibung
- Erhebt emotionale Fähigkeiten und Einstellungen zu Emotionen
- Vier Grundskalen, u. a.:
- Erkennen eigener Emotionen: Gefühle bei sich wahrnehmen und verstehen
- Erkennen von Emotionen bei anderen: anhand Verhalten, Sprache, Mimik/Gestik situationsabhängig erkennen
Durchführung
—
Reliabilität
ω = .70-.81 (McDonald's Omega, 30-Item-Kurzversion; Ferreira González et al., 2025)
Validität
Sechsfaktorielle Struktur in der Altersgruppe 10-13 nur bedingt bestätigt: die Subskalen Erkennen eigener Emotionen, Regulation und Kontrolle eigener Gefühle sowie emotionale Expressivität zeigen keine angemessene Modellpassung; Test-Retest-Reliabilität sowie konvergente und divergente Validität stehen noch aus (Ferreira González et al., 2025)
Normen
Keine Normwerte für diese Altersgruppe. Der EKF ist erst ab 16 Jahren normiert (Zielgruppe ab 8. Schuljahr); für 10-13 liegt nur eine Validierungsstudie an 499 Lernenden der Jahrgangsstufen 5-6 vor (Ferreira González, Sticca, Hennemann, Schlüter & Hövel, 2025, Empirische Sonderpädagogik 17(1), 3-18), die eine 30-Item-Kurzversion vorschlägt — ohne Prozentränge oder T-Werte.
Bearbeitungsdauer (Katalog)
Die Bearbeitung des Fragebogens dauert etwa 10 bis 20 Minuten.
Katalogstatus
In Anwendung seit 2009.
Einsatzbereich (Katalog)
Empfohlen wird der Einsatz des Fragebogens im klinischen Bereich, in der Beratung, bei Vorliegen emotionaler und sozialer Probleme sowie in der Forschung. In der Personalauswahl ist zusätzlich der Einsatz der Fremdeinschätzungsversion und die Berücksichtigung von Verhaltensdaten anzuraten.